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Nach Schätzungen des Deutschen Familienministeriums leben in Deutschland etwa 7000 junge Menschen auf der Straße.
Doch wirklich konkrete Zahlen fehlen.
So geht "terre des hommes" von über 9000 Jugendlichen aus.
Straßenkinder sind m/w Minderjährige, die sich ohne Erlaubnis oder Vormund für einen nicht absehbaren Zeitraum abseits vom gemeldeten Wohnsitz aufhalten.
Dies bedeutet, dass sie sich generell in einer nicht legalen Situation befinden, da ein minderjähriges Kind laut Gesetz den Wohnsitz seiner Eltern teilt und somit seinen Aufenthalt nicht selbst bestimmen kann.
Straßenkinder flüchten meist aus schwierigen familiären Verhältnissen und vor Gewalt.
Sie fühlen sich vernachlässigt, in der Familie nicht geborgen, erfahren Gewalt oder haben suchtkranke Eltern.
Für sich selbst sehen sie als Ausweg nur die Illegalität.
Aus allen Schichten kommen diese Jugendlichen.
Mit diesem Schritt wehren sich aber auch viele gegen gesellschaftliche Regeln und versprechen sich Freiheit und Unabhängigkeit.
Um nicht entdeckt zu werden, verstecken sich die meisten Jugendlichen in Großstädten.
Eine der Metropolen ist Berlin, andere sind Frankfurt, Amsterdam, München und auch Wien.
Fast alle der jungen Ausreißer kommen einmal in ihrem Straßenleben dort hin.
Je nach Jahreszeit bewegen sich schätzungsweise 3000 bis 5000 obdachlose Jugendliche alleine in Berlin.
Das Leben auf der Straße ist jeden Tag aufs Neue ein Kampf ums Überleben.
Die Straße und die Clique sind eine Ersatzfamilie und das Gefühl von den Anderen verstanden zu werden, macht den Weg zurück häufig schwerer.
Quelle: ZDF-Report vom 18.12.2010